Inselausflüge ab Hurghada: Orange Bay, Paradise Island, Mahmya oder Drei-Insel-Tour?

Orange Bay, Paradise Island (Abu Minqar), Mahmya und die Drei-Insel-Tour im Vergleich – Strände, Schnorcheln, Andrang und welcher Ausflug zu dir passt.

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Bootsausflug zu den Inseln vor Hurghada
Photos: Pixabay contributors, credited in the guide below

Ein Bootsausflug zu den Inseln vor Hurghada ist der Klassiker im Urlaub am Roten Meer. Doch die Angebote sind verwirrend: Orange Bay, Paradise Island, Mahmya, Giftun, die Drei-Insel-Tour – wo liegt der Unterschied, und welcher Ausflug passt zu dir? Hier erfährst du, wie die einzelnen Touren ablaufen und worauf du vor der Buchung achten solltest.

Die Inseln auf einen Blick

  • Giftun-Inseln: Giftun Kebir (groß) und Giftun Saghir (klein), ein geschützter Nationalpark gegenüber von Hurghada. Orange Bay und Mahmya liegen beide auf Giftun Kebir.
  • Orange Bay: die berühmte Lagune auf Giftun Kebir – voll, wunderschön, 40–50 Minuten Bootsfahrt.
  • Paradise Island (Abu Minqar): kleine Insel nahe Hurghada mit weißem Strand und flachen Riffplatten – die kürzeste Bootsfahrt.
  • Mahmya: ein Öko-Beachclub auf Giftun Kebir mit begrenzter Gästezahl – der ruhigste Strandtag.
  • Drei-Insel-Tour: ein längerer Tag mit Orange Bay, Magawish und der Sandbank White Island.

Die Inselausflüge im Vergleich

1. Orange Bay – der Postkartenstrand

Boote vor Anker an der Giftun-Insel
Foto: ivabalk auf Pixabay

Die Orange Bay liegt auf der geschützten Westseite von Giftun Kebir, mit Blick aufs Festland. Heller Sand und eine flache, glasklare Lagune wirken wie ein Swimmingpool, und das Wasser ist meist ruhiger als auf der offenen Seite. Typischer Ablauf: Abholung im Hotel gegen 8 Uhr, ein oder zwei Schnorchelstopps an Korallenriffen, Mittagessen an Bord und Zeit am Strand, Rückkehr am späten Nachmittag.

Der Haken ist die Beliebtheit: In der Hochsaison kann es voll werden, und günstige Touren lassen dir manchmal nur 45 Minuten an Land. Ein guter Ausflug bietet rund zwei Stunden Strandzeit, zwei Schnorchelstopps mit Guide im Wasser und schließt die Nationalparkgebühr ein. Unser Tipp: der Orange-Bay- und Giftun-Schnorchelausflug. Mehr Details im Orange-Bay-Ratgeber.

2. Paradise Island (Abu Minqar) – kurz und entspannt

Viele Boote in Hurghada verkaufen einen Ausflug nach „Paradise Island“. Meist ist damit Abu Minqar gemeint, eine der stadtnahen Inseln mit weißem Strand an der Ostseite (oft Bali Beach genannt) und weiten, flachen Riffplatten. Es ist eher ein entspannter Strandtag als eine lange Schnorcheltour – ideal für Familien, Nichtschwimmer und alle, die schnell seekrank werden, denn die Bootsfahrt ist kurz. Ausstattung und Gebühren unterscheiden sich je nach Angebot. Abu Minqar kann auch ein Stopp bei einer privaten Yacht-Charter sein. Mehr im Paradise-Island-Ratgeber.

3. Mahmya – ruhig und umweltfreundlich

Der Strand von Mahmya auf Giftun Kebir
Foto: marucha auf Pixabay

Mahmya ist ein Beachclub auf der geschützten Seite von Giftun Kebir mit einem klaren Konzept: natürliche Materialien, kein Plastik und eine begrenzte Zahl an Gästen pro Tag. Es gibt schattige Liegen, ein Restaurant und ruhiges, flaches Wasser mit Korallen nur wenige Meter vom Ufer – ideal für Schnorchel-Anfänger. Wer mehr Zeit am Strand und weniger auf dem Boot möchte, wählt den Mahmya-Tagesausflug inklusive Eintritt und Mittagessen. An Ostern, im Sommer und über Weihnachten früh buchen.

4. Die Drei-Insel-Tour

Ein Segelboot auf dem Roten Meer
Foto: Anrita1705 auf Pixabay

Die Drei-Insel-Tour packt mehr in einen Tag: Orange Bay, die Insel Magawish und White Island, eine Sandbank mitten im Meer. Sie passt zu aktiven Urlaubern, die Abwechslung und mehrere Schnorchelstopps einer langen Strandpause vorziehen.

5. Dolphin House – für Schnorchler

Delfine schwimmen dicht unter der Wasseroberfläche
Foto: womich auf Pixabay

Wenn dir Delfine wichtiger sind als Strände, fährt der Schnorchelausflug zum Dolphin House zu einem Riff, an dem sich oft Spinnerdelfine ausruhen. Sichtungen sind häufig, aber nie garantiert – seriöse Anbieter halten Abstand und jagen die Tiere nicht.

Welcher Inselausflug passt zu dir?

  • Familien mit kleinen Kindern: Paradise Island (kurze Fahrt) oder Mahmya (ruhiges Wasser, Schatten).
  • Das berühmte Urlaubsfoto: Orange Bay – mit ausreichend Strandzeit.
  • Ruhe und Erholung: Mahmya.
  • Bestes Schnorcheln: Orange Bay mit zwei Riffstopps, die Drei-Insel-Tour oder Dolphin House.
  • Gruppen oder besondere Anlässe: private Yacht-Charter mit eigener Route.

Tipps für deinen Inseltag

  • Leistungen prüfen: Strandzeit, Anzahl der Schnorchelstopps, Mittagessen, Getränke und Nationalparkgebühr.
  • Abholung: Die meisten Touren holen dich in Hurghada, El Gouna, Makadi Bay und Sahl Hasheesh ab; bei weiter entfernten Hotels früher. Mehr dazu im Makadi-Bay-Reiseführer.
  • Riff schützen: Korallen nie berühren oder betreten und riffschonende Sonnencreme verwenden.
  • Mitnehmen: Handtuch, Hut, Badeschuhe, im Winter eine leichte Jacke für das Boot und Bargeld für Trinkgeld.
  • Seekrankheit: hinten im Boot sitzen und eine nähere Insel wählen.

Häufige Fragen

Was ist Paradise Island in Hurghada?

In Hurghada ist 'Paradise Island' meist der Verkaufsname für Abu Minqar, eine kleine Insel nahe der Stadt mit weißem Strand und flachen Riffplatten. Manche Boote nutzen den Namen auch für andere Badestopps – prüfe also die Details jedes Angebots.

Lohnt sich die Orange Bay?

Ja, wenn du einen Ausflug mit genug Zeit am Strand wählst. Die Orange Bay auf Giftun Kebir hat eine flache, türkisfarbene Lagune und feinen Sand – günstige Touren bieten aber teils weniger als eine Stunde am Strand.

Welche Insel in Hurghada ist am besten für Kinder?

Paradise Island (Abu Minqar) und Mahmya haben beide ruhiges, flaches Wasser. Abu Minqar liegt näher an Hurghada, die Bootsfahrt ist also kürzer.

Muss man eine Inselgebühr bezahlen?

Die Giftun-Inseln sind ein Schutzgebiet, daher fällt eine Nationalparkgebühr an. Gute Ausflüge haben sie im Preis inklusive – frag vor der Buchung nach.